KI-Fahrplan: Daten, Plattform und Rolle in vier Wochen geklärt
Ein Projektierer will wachsen, ohne im gleichen Maß einzustellen. Nach der Analyse weiß er, in welcher Reihenfolge er sein Datenfundament baut, welche KI-Plattform passt und welche Rolle ihm fehlt.
wie die Ergebnispräsentation: Die Bereichsleitung schrieb die Stelle für die fehlende Rolle aus
vom ersten Workshop bis zur Ergebnispräsentation
rund, für die gesamte Analyse
Ausgangslage
Ein Projektierer mit rund 100 Mitarbeitenden hat sich viel vorgenommen: In drei bis vier Jahren will er doppelt so groß sein, ohne doppelt so viele Leute einzustellen. KI soll dabei im Alltag mitarbeiten. Copilot war schon im Einsatz, dazu einzelne Lösungen für Berichte, Rechtsfragen und Automationen.
Die Projektdaten liegen aber in einer eigenen Fachanwendung, im Projektmanagement-Tool, in der Dateiablage und im Chat. Eigentümerdaten stehen in zwei Systemen. Die KI im Haus sieht davon nur einen kleinen Teil. Digitalisierung, IT und KI hängen an sehr wenigen Personen, und die kleine interne IT verantwortet zusätzlich die Informationssicherheit. Eine KI-Richtlinie und Schulungen gab es. Wer das Thema insgesamt verantwortet, war aber offen: Laut IT-Leitung hatte niemand „den Hut auf“.
Wie es ohne gemeinsame Datenbasis aussieht, kennt der Geschäftsführer aus der Zeit vor der eigenen Fachanwendung: Nach vier Jahren gab es zu einem einzigen Projekt 48 Excel-Tabellen, und welcher Stand der letzte war, wusste niemand mehr.
Die Geschäftsführung wollte deshalb zuerst ein klares Bild: Wie sollen Daten und Systeme zusammenspielen, was kostet das, und welche Use Cases folgen danach?
Was wir gemacht haben
Wir haben die Lage mit der Geschäftsführung, der IT und den Fachbereichen aufgenommen. IT und Prozessseite haben wir dabei bewusst getrennt befragt. Wo beide etwas anderes erzählen, steckt oft der eigentliche Befund.
Zwei Workshops mit der Geschäftsführung
Stand der Technik, Live-Demo mit Use Cases aus dem Projektgeschäft und die eigene Systemlandschaft am Whiteboard.
Vorgespräch mit dem Interview-Agenten
Ein KI-Agent befragt IT-Leitung und Bereichsleitung vorab und fragt nach, wo etwas fehlt. So startet das Live-Gespräch nicht bei null.
Fachgespräche, IT und Prozess getrennt
Je rund zwei Stunden zur IT-Landschaft und zu den Abläufen im Projektgeschäft.
Auswertung mit KI
Gespräche und Unterlagen werten wir mit KI aus. Widersprüche markieren wir und klären sie im nächsten Gespräch.
Ergebnispräsentation
Befunde, Reihenfolge, Plattformempfehlung und das Profil für die fehlende Rolle.
Was dabei herausgekommen ist
Vier Befunde haben sich durch alle Gespräche gezogen:
- Keine gemeinsame Kennung zwischen den Systemen. Flächenstände und Meilensteine werden doppelt gepflegt. Vertrag, Flurstück, Eigentümer und Projekt lassen sich nicht sicher einander zuordnen.
- Kein zentraler Ort für Projektwissen. Protokolle und Erfahrungen liegen verteilt in Kommentaren, Dokumenten und Chats und sind nicht gemeinsam durchsuchbar.
- Abhängigkeit vom Dienstleister der Fachanwendung. Geodaten kann nur der Dienstleister einspielen. Das Datenmodell ist intern kaum dokumentiert.
- Datenstrategie ohne Wirkung im Alltag. Leitplanken sind festgelegt, im Team aber kaum bekannt.
IT und Fachbereich haben dieselben Systeme unterschiedlich beschrieben. Erst im Vergleich beider Gespräche wurde sichtbar, dass eine gemeinsame Kennung fehlt. In der Ergebnispräsentation hat das Team des Kunden die Befunde in vielen Punkten wiedererkannt.
Ein neues Zentralsystem haben wir nicht empfohlen. Die vier Schritte bauen auf den Systemen auf, die der Projektierer schon hat:
- Daten-Audit: festhalten, wo welche Daten liegen und welche Quelle gilt, wenn Daten doppelt gepflegt werden. Am Ende steht eine Datenlandkarte, die auch KI-Agenten lesen können.
- Anbindung: KI-Agenten bekommen lesenden Zugriff auf Standardwerkzeuge und Fachanwendung, mit den bestehenden Zugriffsrechten. Für die Fachanwendung braucht es dafür eine neue Anbindung.
- Meeting-Ablage: Besprechungen landen automatisch an einem Ort und sind durchsuchbar.
- Gemeinsame Kennung: eine einheitliche Nummer für Projekte, Eigentümer und Flächen über alle Systeme.
Dazu kamen eine Empfehlung für eine KI-Plattform für alle Mitarbeitenden, mit Kostenrahmen pro Arbeitsplatz, und ein Profil für die fehlende Rolle: eine interne technische Person mit tiefem KI-Wissen, eher Head of Data als klassische IT.
Ob sich das rechnet, zeigt erst die Umsetzung, und die ist noch nicht beauftragt. Reihenfolge und Kostenrahmen stehen aber fest. Und die Stelle für die fehlende Rolle hat die Bereichsleitung noch am Tag der Ergebnispräsentation ausgeschrieben.
Mehr Details
Die sechs Use Cases im Überblick
| Use Case | Was gemeint ist | Was sich der Kunde verspricht |
|---|---|---|
| Vorprüfung beim Projektankauf | Ein Agent prüft den Datenraum eines angebotenen Projekts gegen die Checkliste und markiert Red Flags. | Mehr Angebote prüfen mit demselben Team. Ähnlicher Use Case: Due Diligence |
| Verträge und Fristen | Ein Agent liest Eckdaten und Fristen aus Vertrags-PDFs, ein Mensch gibt frei. | Neue Verträge landen ohne Abtippen im System. Ähnlicher Use Case: Vertragsbestand |
| Nebenbestimmungen | Fristen und Auflagen werden aus Genehmigungs-PDFs ausgelesen. | Alle Auflagen und Fristen über alle Parks in einem Bericht. |
| Betriebsübergabe | Übergabe von Bau zu Betrieb mit Pachtzahlungen und Nebenbestimmungen. | Pachtzahlungen und Auflagen kommen vollständig im Betrieb an. |
| Gutachtenprüfung | Gutachten werden ohne eigenes Prüfwissen auf Plausibilität geprüft. | Auffälligkeiten in Gutachten erkennen, bevor man sich auf sie verlässt. |
| Reporting | Portfolio-Daten werden heute teils von Hand aus der Fachanwendung kopiert. | Portfolio-Berichte ohne Abtippen aus der Fachanwendung. |
Für wen das passt
Für Euch, wenn Ihr als Projektierer eine eigene Fachanwendung plus Standardwerkzeuge nutzt, Eure KI aber nicht an die Projektdaten kommt. Und wenn Ihr wachsen wollt, ohne im gleichen Maß einzustellen.
Nicht Teil der Analysephase sind Umsetzung, Tool-Rollout und Rechtsberatung.
Klingt nach Eurem Thema?
Wir zeigen Euch gern, wie so eine Lösung in Euer System passt.